Schwingende Mathematik am Monochord

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Das Monochord ist ein antikes Saiteninstrument, aus dem bereits Pythagoras mathematische Erkenntnisse bezog. Es ist ein langer Kasten von 130cm, über den 13 gleich gestimmte Saiten gespannt sind. Verschiedene Tonhöhen erzeugt man über bewegliche Stege, die die Saiten verkürzen. Um selbst einfache Melodien spielen zu können, mussten unsere Schüler/innen vorher Stegpositionen berechnen. An diesem einfachen Thema der Saitenteilungen schlossen sich weitere mathematische und physikalische Aufgabenstellungen wie Schwingungen, Exponentialfunktionen, Folgen, Bruchrechnen usw. an. Musikalisches Vorwissen war dabei nicht erforderlich. Tonleiterstrukturen, Noten und Takt waren in den Arbeitsblättern erklärt. Unsere Erfahrungen in diesem Jahr zeigten, dass sich das Monochord sehr gut für die Durchführung eines Schülerprojekts eignet. Mehr als zwei Schüler/innen sollten nicht daran arbeiten. Im Klassenzimmer sollte es möglichst ruhig sein, denn das Instrument ist leise. Das Projekt hat uns allen, Schüler/innen und Lehrer/innen, sehr gut gefallen. Die Musik hat uns Spannung, gute Laune und Abwechslung in unseren naturwissenschaftlichen Unterricht gebracht.


Autor/in: Andrea Holl
Durchführende Institution/en: Höhere technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Anichstraße, Innsbruck (701417)
Fach/Fächer: Mathematik und Physik
Schulstufe/n: 9. bis 11. Schulstufe


Dateien: Kurzfassung, Langfassung