IMST-Award-GewinnerInnen 2019

Kategorie 1.-4. Schulstufe

Unterstützung des selbstständigen Arbeitens durch die Lernplattform Skooly

Tanja Hofer

Volksschule Rattersdorf
Schulgasse 2
7443 Rattersdorf-Liebing (Burgenland)

Unterstützung des selbstständigen Arbeitens durch die Lernplattform Skooly

In der einklassigen Volksschule Rattersdorf (17 Kinder) wird mit Unterstützung der Lernplattform Skooly sehr individuell und differenziert unterrichtet. Geschwindigkeit, Art der Erarbeitung, Lernhilfen und Lernmaterial kann der/die SchülerIn selbst bestimmen. „Skooly-Bücher“ beinhalten Erklärungen, Lernvideos und Online-Übungen zu den einzelnen Themen. Digitale Bücher können individuell freigeschaltet und bearbeitet werden. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, alle Lerntypen anzusprechen und individuelles Arbeiten zu ermöglichen. SchülerInnen können die Erklärungen beliebig oft lesen, anschauen und anhören, was für die Übung zuhause sehr praktisch ist. Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen des Bildungsservers wurde ein Tool erstellt, das dem/der LehrerIn ermöglicht, Spiele, Übungen, Erklärungen und Videos zu einem Thema gesammelt anzubieten und diese einzelnen SchülerInnen freizuschalten. Dieses Tool nennt sich „Skooly-Buch“ und ist wie ein Buch aufgebaut, in dem die SchülerInnen blättern können. Ziel dieses Projektes war nun, diese Skooly-Bücher zu erstellen beziehungsweise zu befüllen und sie in den Unterricht zu implementieren.

 

Kategorie 5.-8. Schulstufe

Talenteschiene

Christine Gigerl, Karin Auer, Barbara Jauk-Safran, Mag. Franz Koch

NMS Schwanberg
Mainsdorfer Straße 18
8541 Schwanberg (Steiermark)

Talenteschiene

An der NMS Schwanberg gibt es ab dem Schuljahr 2018/19 eine Talenteschiene. Fünf Minuten von jeder Unterrichtsstunde am Vormittag werden jeden Tag zwischen 10:25 und 10:55 zu 30 Minuten zusammengefasst und in dieser halben Stunde täglich haben talentierte und/oder interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Angebote aus Chemie, Physik, Robotik, Informatik, Technisches Werken, Geometrisches Zeichnen, CAD-Zeichnen, Mathematik etc. in Anspruch zu nehmen, die Lehrerinnen und Lehrer der NMS Schwanberg in dieser Zeit anbieten. Tägliche Angebote unter dem Deckmantel der Freiwilligkeit führen dazu, dass Schülerinnen und Schüler in die Technik schnuppern, täglich neu die Chance haben, eines der Angebote in Anspruch zu nehmen, und die Hemmschwelle verlieren. Über Versuche wird das Interesse für die dahintersteckenden Unterrichtsgegenstände geweckt, werden die Anwendungsmöglichkeiten im Alltag aufgezeigt und wird ein notendruckfreier Zugang ermöglicht. Nachdem diese fünf Minuten pro Unterrichtsstunde von den Lehrerinnen und Lehrern in diesem Zeitfenster erbracht werden müssen, gibt es für diese Talenteschiene einen fixen Plan und somit Kontinuität über das gesamte Schuljahr.

Die Patenschaft für dieses Projekt übernimmt die Wirtschaftskammer Österreich

 

Kategorie 9.-13. Schulstufe

Industrie 4.0 und IoT im Unterricht

Dipl.-Ing. Kurt Albrecht, Klaus Schröcker, Heimo Breitegger, Egon Fitz

HTL Bregenz
Reichsstraße 4
6900 Bregenz (Vorarlberg)

Industrie 4.0 und IoT im Unterricht

An der HTL Bregenz, mit den Abteilungen für Elektrotechnik, Maschinenbau und Kunststofftechnik, wird kein Lehrplan mit dediziertem IT-Schwerpunkt unterrichtet. Von unseren AbsolventInnen wird dennoch ein breites Wissen aus diesem Bereich erwartet. Ziel war es, die Übungen in den Fächern Automatisierungstechnik, Fachspezifische Informationsverarbeitung, Robotik und Prozessdatenverarbeitung und die Laborübungen möglichst rasch mit Industrie 4.0 und IoT (Internet of Things-) Lehrinhalten zu ergänzen. Dafür hat die Schule bereits in den Schuljahren 2015/16 und 2016/17 im Rahmen von Kustodiatsarbeiten, FIRST-LEGO-League Forschungsprojekten und bei einschlägigen Diplomarbeiten in Kooperation mit Vorarlberger Firmen einiges an IT 4.0- und IoT-Know-how aufgebaut. Außerdem wurde ein neues IT-Labor eröffnet. Dieses Wissen soll nun möglichst rasch bei den SchülerInnen ankommen. In der Fachgruppe wurde folgende Vorgangsweise beschlossen und im vorliegenden Projekt umgesetzt:

  1. Entwicklung eines modularen IoT-Workshops anhand einer konkreten Anwendung.
  2. Schulung der Lehrpersonen auf diesem IoT-Workshop.
  3. Lehrpersonen unterrichten den IoT-Workshop als Ganzes oder Teilaspekte davon in verschiedenen Klassen.
  4. Schwerpunktsetzung im Hinblick auf Industrie 4.0- und IoT-Themen bei der Gestaltung von Übungen und Laborübungen.
  5. Schwerpunktsetzung bei Investitionen im Automatisierungs- und IT-Bereich.

Die Patenschaft für dieses Projekt übernimmt Infineon

 

Kategorie schul- und schulstufenübergreifende Projekte

Green Village

Ing. Wilfried Weigend

HTBLuVA BULME Graz-Gösting
Ibererstraße 15 - 21
8051 Graz (Steiermark)

Green Village

Die HTBLuVA BULME Graz-Gösting leistet mit dem neu geschaffenen „Green Village“ einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung junger Menschen und zu einer praxisnahen, zukunftsweisenden Ausbildung. Die Idee war, die wichtigsten erneuerbaren Energieerzeuger an einem Punkt zu konzentrieren (Energie Dorf zum Angreifen – „Green Village“ besteht aus einer Außenanlage mit drei Containern und einer Freifläche von etwa 280 m² sowie aus einem Werkstätten-Raum (EEN) im Werkstätten-Gebäude mit sechs PV-Flachdachanlagen) und gemeinsam mit über 100 (!) Partnerfirmen aus der Wirtschaft ein österreichweit einzigartiges Ausbildungszentrum zu schaffen. Schülerinnen und Schüler bekommen die Möglichkeit, im fachpraktischen Unterricht Betriebsmittel und Anlagen zu errichten, zu überwachen, zu steuern, zu regeln und zu warten. Im Green Village werden verschiedenste Technologien wie Photovoltaik, Windenergie, Wärmepumpe, Biomassekessel,

Kraft-Wärme-Kopplung, Solarthermie, kontrollierte Wohnraumlüftung, Infrarotheizung, Speicherung im Echtbetrieb eingesetzt und miteinander kombiniert. Die Herausforderung lag darin, die verschiedensten Anlagen und Betriebsmittel „schülergerecht“ in das Green Village zu integrieren, sodass ein Forschen, Lehren und Experimentieren ungehindert möglich ist. Ausgebildet werden Schülerinnen, Schüler und Studierende aller Fachrichtungen der HTBLuVA-BULME, von der Elektronik und Technischen Informatik über Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen bis zur Mechatronik.

Die Patenschaft übernimmt der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.

 

Kategorie schul- und schulstufenübergreifende Projekte

Mathematik und Naturwissenschaften schultypenübergreifend unterrichten

MMag.a Julia Marsik, Mag.a Edita Hadziefendic, Andreas Haslinger, Cigdem Medet

BRG/ORG 15 Henriettenplatz
Henriettenplatz 6
1150 Wien

Mathematik und Naturwissenschaften schultypenübergreifend unterrichten

Im Bildungsgrätzel Schönbrunn (Zusammenarbeit von KG, VS, NMS und AHS) haben sich LehrerInnen vom BRG/ORG 15 und der WMS Kauergasse im Schuljahr 2016/17 regelmäßig hospitiert und begonnen, sich besser zu vernetzen. Es kam zu einem ersten Annähern und zum Beginn eines gegenseitigen Verstehens. Bei diesem IMST-Projekt sollte die Zusammenarbeit vertieft und der Naturwissenschafts- bzw. der Mathematikunterricht besser vernetzt werden. Die Lehrkräfte planten ein gegenseitiges Unterrichten an den jeweiligen anderen Schulen, gemeinsame Leistungsfeststellungen und die Erstellung neuer Lernmaterialien. Die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen. Nicht nur gab es Mathematikunterricht in den Projektklassen, der schultypenübergreifend abgesprochen wurde, regelmäßige Besuche an der jeweiligen anderen Projektschule und Schularbeiten, die gemeinsam erstellt und anschließend evaluiert wurden, es fand auch eine Vielzahl von naturwissenschaftlichen und mathematischen Aktivitäten statt, bei welchen sich Schülerinnen und Schüler von mehreren Bildungseinrichtungen trafen und miteinander forschten bzw. zusammen Aufgaben bewältigten. Eines der Highlights des IMST-Projekts waren sicher der zweistündige Stationenbetrieb zum Thema Dreiecke oder die „Science Night“ am BRG 15, an welchen LehrerInnen, SchülerInnen sowie ihre Eltern von vier Bildungseinrichtungen teilnahmen. Alle Beteiligten freuen sich, dass dieses IMST-Projekt so erfolgreich verlaufen ist, und wollen das Projekt im Schuljahr 2018/19 fortsetzen bzw. auf andere Gegenstände erweitern.

Die Patenschaft übernimmt die Industriellenvereinigung Kärnten

 

Kategorie institutionsübergreifende Projekte

Straße der Maße

Mag. Dr. Robert Schütky, Rosina Haider BEd. MA, Dr. Hubert Schaupp

Kirchliche Pädagogische Hochschule Graz
Lange Gasse 2
8010 Graz (Steiermark)

Straße der Maße

Ziel des Projekts „Straße der Maße“ ist die Steigerung der Kompetenzen im Bereich Größen und Maße (Größenvorstellungen entwickeln und besitzen, Maßeinheiten kennen, Größen messen und schätzen und mit Größen operieren) bei SchülerInnen im Pflichtschulbereich. Durch zahlreiche Rückmeldungen aus der Wirtschaft wurde von der KPH Graz und der Schulaufsicht der Bildungsregion Oststeiermark (PSI Juliane Müller, PSI Günter Raser, PSI Oliver Kölli) das Projekt „Straße der Maße“ initiiert, das mehr Aufmerksamkeit auf den Unterricht von Größen und Maßen lenken soll. Im Laufe des Studienjahrs 2016/17 wurde deswegen ein Konzept erarbeitet, mit dessen Hilfe die Nachhaltigkeit des Größen- und Maße-Unterrichts wesentlich verbessert werden soll. In einer LehrerInnenfortbildungs- und Feedbackreihe bekommen die teilnehmenden LehrerInnen eine Einführung und Anregungen zum Einsatz von evidenzbasierten Lernumgebungen zum Bereich Größen und Maße. Zur Unterstützung der Umsetzung der themenbezogenen Maßnahmen in der Schule erhalten die LehrerInnen Unterlagen mit beispielhaften evidenzbasierten Lernumgebungen und Übungsbeispielen. Es existiert eine Projekthomepage (www.strassedermasse.at), die den LehrerInnen zur Verfügung steht. Im Rahmen des Projekts wird den SchülerInnen auch eine Lernplattform sowohl auf Smartphone als auch auf Tablet und PC ab Oktober 2018 angeboten, mit der sie sowohl im Unterricht unter Anleitung der Lehrpersonen als auch selbstständig von zu Hause aus üben und lernen können und so neben den Kompetenzen im Bereich der Größen und Maße auch ihre digitalen Kompetenzen verbessern können. Essentiell für die erfolgreiche Implementierung war der Aufbau einer Steuergruppe (bestehend aus SchulleiterInnen und engagierten LehrerInnen) in der Bildungsregion.